Vorgehen bei Bränden in Mehrparteienwohnhäuser.
Am 15. November fand eine Atemschutzschulung im Feuerwehrhaus statt.
Das Thema dieser Schulung war das Vorgehen bei Wohnungs- bzw. Zimmerbränden in Mehrparteienwohnhäuser, wobei diesmal weniger Augenmerk auf den Innenangriff und die Brandbekämpfung gelegt wurde, sondern auf die Ausrüstung für den vorgehenden Atemschutztrupp.
Im ersten, theoretischen Teil, wurde gemeinsam besprochen welche Ausrüstungsgegenstände zusätzlich zur persönlichen Schutzausrüstung im Einsatzfall mitgetragen werden sollten (Türöffnungskoffer, Fluchtfiltermasken, Rettungsleine etc.).
Weiters wurde die Funktion des kürzlich, neuangeschafften Rauchvorhanges erklärt und demonstriert. Dieser kann zukünftig die Verrauchung von Stiegenhäusern verhindern, was die ungefährdete Fluchtmöglichkeit anderer Wohnparteien gewährleistet.
Im anschließenden praktischen Teil galt es ein typisches Einsatzszenario abzuarbeiten.
Tank 1 und Tank 2 standen im Feuerwehrhof in Bereitschaft und über Funk wurde ein Brandverdacht in der Josef Ferschnerstraße 34 (Rückseite des Feuerwehrhauses) gemeldet.
Dort wurde der Einsatzleiter vom Ausbildungsleiter LM Michael Stadler erwartet welcher einen Wohnungsbesitzer spielte. Dieser teilte dem Einsatzleiter mit dass er vermuten würde, seine Wohnung stehe in Brand.
Der Einsatzleiter begab sich zur Erkundung in den 1. Stock. Dort wurde nach kontrollieren der Wohnungstüre, diese geöffnet und eine starke Verrauchung festgestellt.
Über Funk wurde der Befehl zum Aufbau einer C-Leitung gegeben und der Atemschutztrupp in den 1. Stock beordert.
Um einen Rauchaustritt aus der Wohnung zu verhindern wurde der Rauchvorhang montiert. Nachdem die C-Leitung aufgebaut und in den 1. Stock verlegt wurde begab sich der Trupp zum Innenangriff in die Wohnung. Vom Atemschutztrupp 'Tank 2' wurden sämtliche andere Wohnungen kontrolliert und begangen wobei eine Wohnung welche mit der Brandwohnung verbunden war ebenfalls verraucht, jedoch nicht in Brand geraten war.
Mittels Druckbelüfter wurde diese Wohnung rauchfrei gemacht.
Nachdem "Brand aus" gegeben wurde, konnte mit der Entrauchung der Brandwohnung begonnen werden.
Nach ca. 1,5 Stunden konnte die Atemschutzschulung erfolgreich (im Gegensatz zur heimischen Fußballnationalmannschaft) beendet werden.
______________________________________________________________
Bericht: FM Markus Ebermann / Pressedienst Feuerwehr Traiskirchen Stadt
Fotos: (c) Feuerwehr Traiskirchen Stadt